ВУЗ: Не указан
Категория: Не указан
Дисциплина: Не указана
Добавлен: 07.04.2021
Просмотров: 1128
Скачиваний: 3
46
Lorelei
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldenes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Der Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.
H. Heine
Ein Gleiches
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
47
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.
J.W. Goethe
Frühlingsgruß
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute;
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling
Π
hinaus ins Weite.
Kling
Π
hinaus bis an das Haus,
Wo die Veilchen sprießen;
Wenn du eine Rose schaust,
Sag
Π
ich lass
Π
sie grüßen.
H. Heine
Texte
Markieren Sie in den Texten die Akzentstellen und Melodieverläufe.
Lesen Sie sie vor. Schreiben Sie die Texte in das Heft.
Am Wochenende macht unsere Familie die Wohnung sauber. Klaus
räumt das Wohnzimmer auf. Anna wischt den Fußboden. In der Ecke
steht schon der Staubsauger. Damit wird der Vater den Teppich
absaugen. Uta sorgt für Ordnung und Sauberkeit in ihrem Zimmer.
Die Mutter hat sich die Küche vorgenommen.
Wir helfen den Vögeln im Winter. Im Winter kommen viele Vögel in
unseren Garten. Sie suchen Futter. Wir wollen den Vögeln helfen.
Vater baut mit uns ein schönes Vogelhaus. Mutter kauft Vogelfutter.
Die Kinder füttern die Vögel. Sie kommen von allen Seiten herbei. Es
sind viele Meisen und Amseln.
48
Juliane ist in der Küche und wäscht ab. Ihr Bruder Stefan spielt im
Kinderzimmer. Juliane ruft ihren Bruder: “Stefan, komm und trockne
bitte das Geschirr ab! Wenn Vati und Mutti von der Arbeit kommen,
soll alles fertig sein.“ Aber Stefan hört nicht. Er spielt weiter. Juliane
ruft ihn noch einmal. Endlich kommt Stefan in die Küche. Er greift
nach dem Tuch und nach einer Schüssel. Juliane sagt: “Pass aber auf!
Sei vorsichtig!“
Der Künstler
Eine reiche Dame lud eines Tages einen bekannten Sänger ein. Sie bat
ihn, für ihre Gäste zu singen. Er durfte aber nicht mit den Gästen
feiern und essen. Er musste mit den Angestellten des Hauses in der
Küche essen. Der Sänger stand nach dem Abendbrot auf und sagte zu
den Angestellten: „Wenn ihr wollt, singe ich euch etwas vor.“ Alle
freuten sich natürlich, und so sang er für sie. Die Dame holte den
Künstler um zehn in den Salon. Alle Gäste warteten auf den Sänger.
„Wir freuen uns auf Ihren Gesang“, sagte die reiche Dame. Der
Künstler aber sagte: „Ich habe doch schon gesungen, und ich kann
nicht an einem Abend zweimal singen.“ „Wann und wo haben Sie
denn schon gesungen?“ „Ich habe in der Küche vor einer Stunde für
die Angestellten gesungen. Es ist schade, dass Sie nicht dort waren.
Ich singe immer für die Menschen, mit denen ich zusammen esse.“ Er
grüßte und verließ den Salon.
Der störrische Esel
Der Hirte rief dem Esel zu:
“Hörst du den Lärm? Wir müssen fliehen, es sind die Feinde!”
“Deine Feinde sind es”, sprach der Esel und kaute weiter.
(Harald Frommer, frei nach Phädrus)
Der Hase und der Elefant
„Sag nicht immer Kleiner zu mir!“ sagte der Hase zum Elefanten.
„Es war nicht bös gemeint“, sagte der Elefant.
49
„Bestimmt nicht?“
„Ehrenwort!“
„In Ordnung!" sagte der Hase. „Dann wollen wir wieder
Freunde sein! - Dicker, wie wär's? Wollen wir spazierengehn?“
„Halt! Was hast du da eben gesagt? Dicker?“
„Na und!“ rief der Hase. „Sei doch nicht gleich beleidigt!
Was bist du für einer!“
„Also gut“, brummte der Elefant. „Ich will nicht so sein.
Gehen wir!“
„Du bist ein prima Kerl! “, sagte der Hase.
Und dann sind sie zusammen in der Welt herumspaziert.
Schön war's.
Josef Guggenmos
Rätsel
Markieren Sie die Akzentstellen und Melodieverläufe.
Lesen Sie die Rätsel vor.
Ein Häuschen klein im Garten,
es hängt an einem Ast.
Nicht lange muss man warten,
da hat es einen Gast.
(Ein Vogelhaus)
Draußen steht ein kleiner Mann,
der sich niemals wärmen kann.
Wenn die Frühlingssonne scheint,
schwitzt der weiße Mann und weint.
Er wird klein und immer kleiner,
sag, was ist das wohl für einer?
(Der Schneemann)
Fällt vom Himmel,
macht dich naß.
Sag mir doch:
50
Was ist denn das?
(Der Regen)
Meine Blätter können brennen,
doch kein Feuer ist zu sehen.
Wer kann meinen Namen nennen,
sieht mich oft im Garten stehen.
(Die Brennessel)
Wer trägt stets ein grünes Kleid
im Sommer wie im Winter?
Wer wird schön zur Weihnachtszeit,
drauf freu
’
n sich alle Kinder?
(Der Tannenbaum)
Учебное
издание