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Certified Tester
Foundation Level Syllabus
(Deutschsprachige Ausgabe)
Version 2011
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© International Software Testing Qualifications Board
10 Anhang C – Verwendete Regeln bei der Erstellung des Lehrplans
Die Arbeitsgruppe wendete die unten aufgeführten Regeln auf die Erstellung und Prüfung des Lehr-
plans an.
10.1 Allgemeine Regeln
SG1. Der Lehrplan soll durch Personen mit null bis sechs (oder mehr) Monaten Testerfahrung ver-
standen und aufgenommen werden können. (6-MONATE)
SG2. Der Lehrplan ist praxisorientiert und nicht theoretisch. (PRAKTISCH)
SG3. Der Lehrplan soll für den angesprochenen Leserkreis klar und eindeutig sein. (KLAR)
SG4. Der Lehrplan soll für Personen in verschiedenen Ländern verständlich sein und soll leicht in
verschiedene Sprachen übersetzt werden können. (ÜBERSETZBAR)
SG5. Das Original des Lehrplans ist in amerikanischem Englisch erstellt. (AMERICAN-ENGLISH)
10.2 Aktualität
SC1. Der Lehrplan berücksichtigt die neuen Entwicklungen im Bereich Testen und gibt die aktuellen,
allgemein anerkannten und bewährten Verfahren des Softwaretestens wieder. Der Lehrplan soll alle
drei bis fünf Jahre einem Review unterzogen werden. (AKTUELL)
SC2. Der Lehrplan soll möglichst zeitlos erstellt und von Marktströmungen unabhängig sein, um eine
Lebensdauer von drei bis fünf Jahren zu ermöglichen. (LEBENSDAUER)
10.3 Lernziele
LO1. Lernziele unterscheiden zwischen Lerninhalten, welche erkannt (Kognitive Stufe K1), verstanden
(K2) bzw. auf neue Aufgaben angewendet (K3) werden müssen und die dazu dienen, ein Dokument,
eine Software oder Projektsituation im Zusammenhang zu analysieren (K4). (WISSENSEBENE)
LO2. Die Beschreibung der Themen soll konsistent zu den Lernzielen formuliert sein. (LERNZIEL-
KONSISTENZ)
LO3 Um Lernziele zu illustrieren, sollen für alle Hauptteile des Lehrplans Beispielprüfungsfragen be-
reitgestellt werden (LO-PRÜFUNG)
10.4 Gesamtstruktur
ST1. Die Struktur des Lehrplans soll klar sein und Querverweise zwischen einzelnen Teilen, zu Prü-
fungsfragen und zu anderen relevanten Dokumenten erlauben. (CROSS-REF)
ST2. Inhaltliche Überschneidungen zwischen einzelnen Kapiteln sollen minimiert sein. (ÜBER-
SCHNEIDUNG)
ST3. Die Abschnitte des Lehrplans sind einheitlich aufgebaut. (STRUKTUR-KONSISTENT)
ST4. Der Lehrplan enthält Version, Freigabedatum und Seitennummer auf jeder Seite. (VERSION)
ST5. Der Lehrplan enthält als Leitfaden die jedem Kapitel zugewiesene Zeit (um die relative Bedeu-
tung jedes Themas widerzuspiegeln). (ZEITDAUER)

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Referenzen
SR1. Quellen und Referenzen zu Konzepten im Lehrplan erlauben es den Ausbildungsanbietern,
mehr Informationen zum Thema zu finden. (REFS)
SR2. Wo es keine leicht bestimmbaren und klaren Quellen gibt, enthält der Lehrplan mehr Details. Die
Definitionen von Begriffen beispielsweise stehen im Glossar, deshalb enthält der Lehrplan ausschließ-
lich den Begriff. (KEIN-REF DETAIL)
Informationsquellen
Die verwendeten Begriffe im Lehrplan sind im ISTQB Glossary of Terms used in Software Testing
definiert, das von der ISTQB-Webseite (
www.istqb.org
) heruntergeladen werden kann.
Eine entsprechende englisch-/deutschsprachige Fassung dieses Glossars mit der Bezeichnung
„ISTQB
®
/GTB Standard Glossar der Testbegriffe” wird auf der Webseite des GTB e.V. (
www.german-
testing-board.info
) bzw. anderer deutschsprachiger Testing Boards zur Verfügung gestellt.
Eine Liste empfohlener Bücher des Softwaretestens wird mit dem Lehrplan publiziert. Die direkten
Referenzen befinden sich jeweils im Abschnitt Referenzen.

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11 Anhang D – Hinweise für Ausbildungsanbieter
Jeder Überschrift eines Hauptkapitels im Lehrplan ist die vorgegebene Unterrichtsdauer in Minuten
zugeordnet. Diese Angabe dient als Leitfaden für die relative, zeitliche Gewichtung der Kapitel in ei-
nem akkreditierten Kurs. Zusätzlich legt diese Zahl die minimale Zeitdauer für ein Kapitel fest. Ausbil-
dungsanbieter können mehr Zeit darauf verwenden, und Kandidaten können mehr Zeit als vorgege-
ben in ihrem Studium und Analyse verwenden. Ein Lehrprogramm eines Kurses kann eine andere
Reihenfolge der Kapitel als im Lehrplan enthalten.
Der Lehrplan enthält Referenzen zu gängigen Standards, welche für die Vorbereitung der Ausbil-
dungsunterlagen verwendet werden müssen. Jeder Standard muss in der im Lehrplan referenzierten
Version verwendet werden. Andere nicht referenzierte Publikationen, Dokumentvorlagen oder Stan-
dards können ebenso verwendet werden, sind aber nicht Gegenstand der Prüfung.
Alle K3 und K4 Lernziele machen praktische Übungen erforderlich, die in den Trainingsunterlagen
enthalten sein müssen.

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12 Anhang E – Release Notes
Release 2011
Das Wartungsrelease 2011 enthält folgende Änderungen:
1. Anpassung der Copyright Formulierung an das englische Original
2. Der Begriff Working Party wurde durch Working Group ersetzt
3. Kapitel 1.6: Die kognitive Stufe für dieses Kapitel wurde entfernt, da es nicht die Absicht
war, ein Lernziel für die ethischen Leitlinien zu definieren
4. Kapitel 2.2.2 Aufnahme von Subsystemen als Testobjekt
5. Kapitel 2.2.2 Der Begriff Fehlerwirkung war nicht korrekt in Verbindung mit “… die Isolation
von Fehlerwirkungen in einer spezifischen Komponente…“. Aus diesem Grund wurde er
durch den Begriff „Fehlerzustände“ ersetzt.
6. Kapitel 2.3.4: Die Beschreibung des Begriffs “Debugging” wurde dem ISTQB Glossar 2.1
angepasst
7. Kapitel 2.4 Das Wort „umfassend“ wurde aus “ein umfassendes Regressionstesten ent-
fernt…” da “umfassend”, wie im nächsten Satz beschrieben, von der Änderung (Umfang,
Risiko etc.) abhängt.
8. Kapitel 3.2.1: Die Aktivität “Prüfen der Eingangskriterien” wurde der Hauptaktivität Planen
zugeordnet.
9. Kapitel 4: Das Wort “entwickelt” wurde durch “definiert” ersetzt, da Testfälle definiert und
nicht entwickelt werden.
10. Kapitel 4.2: Textänderung, um zu verdeutlichen, wie Black-Box- und White-Box-Tests in
Verbindung mit erfahrungsbasierten Testentwurfsverfahren genutzt werden können.
11. Kapitel 4.3.5 Textänderung “… zwischen den Aktoren, einschließlich Anwendern und Sys-
temen...” in “ … zwischen den Aktoren (Anwender oder Systeme), … “.
12. Kapitel 4.3.5 alternative Pfade ersetzt durch alternative Szenarien
13. Kapitel 4.4.2: Um den Begriff Zweigtest in Kapitel 4.4 zu verdeutlichen, wurde ein Satz, der
den Fokus des Zweigtests verdeutlichen soll, verändert.
14. Kapitel 6.1: Überschrift “6.1.1 Sinn und Zweck einer Werkzeugunterstützung für das Testen
(K2)” wurde ersetzt durch “6.1.1 Werkzeugunterstützung für das Testen (K2)”.
15. Kapitel 7 / Bücher: [Black,2001] Die 2. Auflage wurde durch die 3. Auflage ersetzt.
16. Anhang D: Kapitel, die Übungen erfordern wurden durch die generische Anforderung er-
setzt, dass Übungen für alle Lernziele K3 und höher erforderlich sind. Diese Anforderung
wurde im ISTQB Akkreditierungsprozess (Version 1.26) definiert.
Release 2010
1. Änderungen der Lernziele (LO) enthalten einige Klarstellungen
a. Bei folgenden Lernzielen wurde die Formulierung geändert (Inhalt und Taxonomiestufe
blieben unverändert): LO-1.2.2, LO-1.3.1 (inkl. Kapitelname),LO-1.4.1, LO-1.5.1,LO-2.1.1,
LO-2.1.2, LO-2.1.3, LO-2.3.5, LO-2-4-2, LO-4.1.3, LO-4.2.1, LO-4.2.2, LO-4.3.1,LO-4.3.2,
LO-4.3.3,LO-4.4.1, LO-4.4.2, LO-4.4.3, LO-4.6.1, LO-5.1.1, LO-5.1.2, LO-5.1.4, LO-5.2.1,
LO-5.2.3, LO-5.2.6, LO-5.3.1, LO-5.3.2, LO-5.5.2, LO-6.1.1, LO-6.3.2
b. Bei folgenden Lernzielen gab es Korrekturen gemäß dem aktuellen Glossar: LO-1.1.2,
LO-1.1.5, LO-2.4.3, LO-3.3.3, LO-4.1.1, LO-4.1.2, LO-4.1.4, LO-4.3.2, LO-4.4.2, LO-4.5.1,
LO-5.1.4, LO-5.2.2, LO-5.2.9, LO-5.3.2, LO-5.3.3, LO-5.6.1, LO-5.6.2,

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c. LO-1.1.5 wurde umformuliert und der höheren Taxonomiestufe K2 zugeordnet, weil ein
Vergleich der Begriffe in Zusammenhang mit Fehlerzuständen erwarten werden kann.
d. LO-1.2.3 (K2) wurde hinzugefügt. Der Inhalt war bereits in der Lehrplanausgabe 2007 ab-
gedeckt.
e. LO-3.1.3 (K2) kombiniert nun den Inhalt von LO-3.1.3 und LO-3.1.4.
f.
LO-3.1.4 wurde aus der Lehrplanausgabe 2010 entfernt, weil es mit LO-3.1.3 teilweise re-
dundant war.
g. LO-3.2.1 wurde aus Konsistenzgründen zur Lehrplanausgabe 2010 umformuliert
h. LO-3.3.2 wurde verändert und die Taxonomiestufe von K1 auf K2 erhöht, so dass Über-
einstimmung mit LO-3.1.2 gegeben ist.
i.
LO 4.4.4 wurde zur Verdeutlichung verändert und von K3 auf K4 gesetzt. Begründung:
Das Lernziel wurde bereits im Stil einer K4 Frage geschrieben.
j.
LO-5.2.9 wurde um Eingangskriterien erweitert.
k. LO-6.1.2 wurde aus der Lehrplanausgabe 2010 entfernt, und durch LO-6.1.3 (K2) ersetzt.
Die ID wurde nicht neu vergeben.
l.
LO-6.2.2 Lernziel um statische Analyse und Testmanagementwerkzeuge erweitert
2. Konsistente Verwendung der Begriffe gemäß der Definition im Glossar: Ausgangskriterien (statt
Testendekriterien), Eingabe- und Ausgabewerte (statt Ein- u. Ausgabedaten), Testabschlussbe-
richt, Testablauf (statt Testprozedur), Testablaufspezifikation (statt Testvorgehensspezifikation),
Testbedingung (statt Testziel Kapitel 1.4), Testmanager als führender Begriff, Testentwurf, Test-
überdeckung (statt Testabdeckung), Fehlerzustand, Testkonzept, Verifizierung (statt Verifikation),
vorausgesagtes Ergebnis (statt erwartetes Ergebnis).
3. Kapitel 1.4 enthält nun das Konzept der Rückverfolgbarkeit zwischen Testbasis und Testfällen.
4. Kapitel 2.x enthält nun Testobjekte und Testbasis und berücksichtigt Konfigurationsdaten sowie
die Themen Datenqualität, Migrations-/Konvertierungstests
5. Kapitel 3.2.1 wurde bzgl. der Aktivitäten eines formalen Reviews etwas detailliert.
6. Umbenennung des Kapitel 4 Titels gemäß Glossar und Erhöhung der Taxonomiestufe auf K4
7. Kapitel 4.3.2 „Für Tests nutzt man den exakten Grenzwert und die beiden benachbarten Werte.“
entfernt. Er spiegelt korrekt eine Lehrmeinung wider, steht so aber nicht im englischsprachigen
Lehrplan.
8. Die Aspekte Datenqualität und Testen wurden an mehreren Stellen des Lehrplans mit aufgenom-
men: Datenqualität und Risiko in den Abschnitten 2.2, 5.5, 6.1.8.
9. Die Taxonomiestufe des Kapitels 5.2.2 Testplanungsaktivitäten wurde von K2 auf K3 verändert
und dadurch die Taxonomiestufe des Kapitel 5.2 ebenfalls angehoben.
10. Das Thema Eingangskriterien wurde als neues Unterkapitel 5.2.3 eingefügt. Grund: Überein-
stimmung mit Ausgangskriterien (-> Eingangskriterien wurde bei LO-5.2.9 hinzugefügt).
11. Das Kapitel 5.2.6 Teststrategie, Testvorgehensweisen wurde überarbeitet.
12. Die Liste möglicher Produkt- u. Projektrisiken in den Kapiteln 5.5.1 u. 5.5.2 Liste wurde überarbei-
tet.
13. Kapitel 6.1 wurde gekürzt, da die Beschreibung der Werkzeuge zu umfassend war für eine Unter-
richtszeit von 45 Minuten. Zum Thema Sinn und Zweck einer Werkzeugunterstützung wurde ein
neues Kapitel eingefügt.
14. IEEE Std 829-2008 wurde inzwischen herausgegeben. Diese neue Ausgabe wird in der vorlie-
genden Version des Lehrplans noch nicht berücksichtigt. Im Abschnitt 5.2 geht es um das Doku-
ment „Mastertestkonzept“. Der Inhalt des Mastertestkonzepts wird dahingehend abgedeckt, dass
das Dokument „Testkonzept“ mehrere Stufen der Testplanung abdeckt. Für die Teststufen können
„Testkonzepte“ erstellt werden, und zusätzlich kann auf Projektebene ein „Testkonzept“ erstellt
werden, das mehrere Teststufen abdeckt. Das „Testkonzept“ auf Projektebene wird in diesem Syl-
labus und im ISTQB-Glossar als „Mastertestkonzept“ bezeichnet.
15. Die ethischen Leitlinien wurden aus dem CTAL in den CTFL übernommen.