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СОДЕРЖАНИЕ

Практический курс

Введение

Lehrerberuf. Schule. Moderne Schulmodele Thema: «Mein Schulpraktikum»

Im Deutschunterricht

Mein Schulpraktikum

Ein Blick auf moderne Schule

Gespräch mit einem Lehrer

Lehrer und Erzieher Unsere Lieblingslehrer: Wie sind sie?

Was heißt „Lehrer sein"?

Konsequenz

Offenheit

Der Lehrer – ein Ratgeber

Warum sind wir so?

Sein Herz gehörte den Kindern

Moderne Schulmodelle Ein Blick auf Summerhill

Zur Diskussion gestellt

Sollte das modell „summerhill“ an allen schulen eingeführt werden?

Gesamtwerk Mensch Alltag an einer Waldorfschule in Hamburg

Die Welt 11.03.1998

Fragen zum Überlegen und zur Diskussion

Mensch. Familie. Gesellschaft. Die Beziehungen in der Familie

Probleme der Jugend in der modernen Gesellschaft

4. Ein zentrales Problem ist die Beziehungen in der Familie.

Meiner Meinung nach

3. Erzählen Sie den Text nach Ihrem Plan nach. Anregung zur Diskussion

Gibt es noch die Jugend?

Übungen

Geld regiert die Welt? (Umfrage)

Denise, 20 Jahre alt

Tenisha, 14 Jahre alt

Lucille, 17 Jahre alt

Gökhan, 17 Jahre alt

Patrick, 14 Jahre alt

Philipp, 19 Jahre alt

Übungen

Aufgaben

A. Einstein

M. Luther

Frau in der modernen Gesellschaft

Deutschland 2000: Frauen

Übungen

Aufgaben

Shakespeare

Euripdes

Frau in der modernen Gesellschaft

Texterläuterungen

VII. Berichten Sie über die Rolle der Frauen in der modernen Gesellschaft. Eine Frauenkarriere oder ein Sprung ins kalte Wasser

Lesen Sie den Text und äußern Sie sich über das Gelesene! Zwischen Kind und Karriere

Aus: „Deutschland“, 1999

Sitten und Bräuche. Feste und Feier Themengebundener Wortschatz

Feiertage in Deutschland

Karneval

Übungsteil zum Text „Karneval“

Schöne Grüße. Deine Maria

V. Stellen Sie die Gliederung zusammen und erzählen Sie nach Ihrer Gliederung den Text „Karneval“ nach.

Es weihnachtet schon …

Osterfest: Sinn und Sitten

Традиции праздника Пасхи

2. Wie feiert man Ostern in Ihrer Familie. Massenmedien: Presse, Hörfunk und Fernsehen,

Internet

I. Wortschatz zum Thema

II.Übungen zum Aneignen des Wortschatzes

5. Definieren Sie richtig und tragen Sie die fehlenden Begriffe und Buchstaben ein. Ihre Anfangsbuchstaben ergeben – von oben nach unten gelesen – den Begriff für eine Spezialliteratur.

6. Machen Sie sich mit einer deutschen Zeitung bekannt. Berichten Sie, worum es sich in folgenden Zeitungsrubriken handelt?

7. Beantworten Sie folgende Fragen, gebrauchen Sie dabei die unten angegebenen Wörter.

8. Erteilen Sie folgende Fernsehsendungen dem Grad Ihres Interesses nach. Argumentieren Sie Ihre Wahl.

12. Übersetzen Sie ins Deutsche.

III. Einiges aus der Geschichte der Massenmedien

Einiges aus der Geschichte der Massenmedien

2. Finden Sie im Text Informationen zu folgenden Daten.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung ….. T ……………. Essen

Rundfunk und Fernsehen

Einige Fernsehprogramme im deutschen Fernsehen

Internet

Texterläuterungen

2. Finden Sie im Text alle Passivkonstruktionen und analysieren Sie ihre Zeitformen.

4. Bestimmen Sie, ob folgende Sätze dem Inhalt des Textes entsprechen.

5. Beantworten Sie folgende Fragen.

6. Und was wissen Sie über die Massenmedien Weißrusslands? Referieren Sie folgenden Zeitungsartikel ins Deutsche. Cmи в Беларуси

7. Erzählen Sie über die Massenmedien Deutschlands und Weißrusslands nach folgender Gliederung.

Thema „Die deutschsprachigen Länder“

3. Setzen Sie die in Klammern stehenden geographischen Namen in den richtigen Kasus.

4. Setzen Sie, wenn es nötig ist, den bestimmten Artikel im richtigen Fall ein.

5. Merken Sie sich die Bezeichnungen der Einwohner von Ländern. Ergänzen Sie die Liste nach der Analogie.

6. Bilden Sie Sätze.

7. Finden Sie unter dem Strich das passende Wort.

II. Die geographische Lage und Landschaften

1. Informieren sie sich über die Landesnatur Deutschlands. Geographische Lage

Die Landschaften

Das Klima

Wörterliste

2. Bestimmen Sie das Geschlecht der Substantive und nennen Sie ihre Pluralformen.

7. Bilden Sie Sätze mit folgenden Wörtern und Wortverbindungen.

8. Übersetzen Sie ins Deutsche.

9. Erzählen Sie über Deutschland nach dem folgenden Plan.

III. Die deutsche Sprache und die Nationalsymbole

1. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Die deutsche Sprache

Wörterliste

6. Beantworten Sie die Fragen zum Text.

7. Wecken Sie das Interesse Ihrer Schüler an der deutschen Sprache, indem Sie interessante Fakten über die deutsche Sprache erzählen.

8. Referieren Sie in Deutsch. Из истории немецкого языка

1. Sprechen Sie folgende Wörter dem Lektor nach.

2. Informieren Sie sich über die deutschen Nationalsymbole. Deutsche Nationalsymbole

Wörterliste

Wörterliste

8. Antworten Sie auf die Fragen.

9. Nennen Sie folgende Wörter und Wortverbindungen auf Deutsch. Bilden Sie damit Sätze.

Wörterliste

6. Bestimmen Sie das Geschlecht folgender Substantive und nennen Sie Ihre Pluralformen.

7. Bilden Sie passende Wortverbindungen.

8. Setzen Sie passende Präpositionen ein.

9. Ergänzen Sie die Sätze.

10. Sagen Sie, ob es falsch oder richtig ist.

2. Setzen Sie die Endungen ein.

3. Berichten Sie über die Industrie in Deutschland. Gebrauchen Sie dabei die folgenden Fragen.

4. Übersetzen Sie ins Deutsche.

VII. Die deutschen Bundesländer

1. Informieren Sie sich. Die Länder der brd

Wörterliste

Wörterliste

8. Ergänzen sie die Sätze.

9. Setzen Sie passende Präpositionen ein.

10. Antworten Sie auf die Fragen zum Text.

11. Bilden Sie Fragen.

12. Verknüpfen Sie richtig.

13. Sagen Sie: um welchen Ort handelt es sich? Gebrauchen Sie die Wörter unter dem Strich.

14. Wählen Sie sich aus dem Text ein Bundesland und erzählen Sie davon.

Wörterliste

Dresden

Leipzig

12. Referieren Sie in Deutsch.

13. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Bestimmen Sie die Art der Nebensätze darin.

14. Übersetzen Sie ins Deutsche.

15. Prüfen Sie sich. Machen Sie den Test.

Österreich

1. Informieren Sie sich über eines der deutschsprachigen Länder – Österreich. Österreich

Verwaltung und Politik

Politische Parteien

Industrie

Kulturleben

Tourismus

Wörterliste

Liechtenstein

2. Ergänzen Sie die Sätze.

3. Sagen Sie, ob das richtig oder falsch ist.

4. Bilden Sie zu jedem Text Fragen. Lassen Sie Ihre Kommilitonen Ihre Fragen beantworten.

5. Erzählen Sie, was Sie über diese zwei Länder erfahren haben.

6. Prüfen Sie sich. Machen Sie den Test.

7. Geben Sie einen Überblick über die deutschsprachigen Länder nach dem gegebenen Plan. Gebrauchen Sie, wenn es nötig ist, zusätzliche Informationen.

8. Sprechanlässe zum Thema „Die deutschsprachigen Länder“

Belarus das land, wo ich zu hause bin die geschichte von belarus

2. Antworten Sie auf die Fragen zum Text:

3. Übersetzen Sie ins Deutsche:

4. Wissen Sie, dass …

Die republik belrus geographischer überblick

Belarus

Das politische system von belarus Die Verfassung der Republik Belarus

Der Präsident

Die Regierung

15. Lesen Sie den Text, finden Sie passende Äquialente zu den angegebenen Wörtern.

16. Beantworten Sie die Fragen zum Text.

Das Parlament

17. Lesen Sie den Text, finden Sie passende Äquialente zu den angegebenen Wörtern.

18. Beantworten Sie die Fragen zum Text.

Das Verfassungsgericht

Texte zum lesen, übersetzen und nacherzählen Das minsk von heute

Vicebsk - gestern und heute

Religion

7. Welche Geistlichen kennen Sie? Definieren Sie richtig.

Etwas über den Glauben

Texterläuterungen

Christentum

Hinduismus

Buddhismus

Konfuzianismus

Taoismus

3. Finden Sie im Text passende Informationen zu folgenden Daten- und Zahlangaben.

4. Beantworten Sie folgende Fragen.

III. Kirchen in Deutschland und Weißrussland

1. Lesen Sie den Text.

2. Richtig oder falsch?

6. Erzählen Sie über die Kirche in Deutschland und Weißrussland nach folgender Gliederung.

Inhaltsverzeichnis

Учебное издание

Практический курс

Немецкого языка

Учебно-методическое пособие

210038, Г. Витебск, Московский проспект, 33.

Probleme der Jugend in der modernen Gesellschaft

1. Die Jugendwelt ist heute nicht homogen. Die Jugendlichen haben nur eines gemeinsam, sie sind jung. Die junge Generation ist zersplittert nach ihren Interessen, Hobbys, ihrer Musik usw. Die Jugendlichen von heute fühlen sich selber überinformiert, überstimuliert und sich selbst überlassen. Sie sind ständig auf der Suche nach neuen, nach stärkeren, nach intensiveren Reizen. Alles, was nicht neu und nicht anders ist, wird als langweilig bezeichnet. Problemlos ist ihr Leben, aber auch nicht. Sie haben auch sehr viele Probleme. Sie fühlen sich nicht immer gemütlich in dieser Erwachsenenwelt. Und mit dieser Welt sind verschiedene ernste Probleme verbunden. Zum brennenden Problem gehören heute Alkohol, Drogen und Rauchen. Es gibt Menge Gründe dafür: das soziale Umfeld; Arbeitslosigkeit; Schulden; den Ärger am Arbeitsplatz, den Ärger zu Hause, den Einfluss der Clique (des Freundeskreises) die genetische Vererbbarkeit (Prädisposition).

2. In den letzten Jahren hat der Alkoholkonsum besonders unter den Jugendlichen sprunghaft zugenommen. Alkohol ist heute die Volksdroge Nummer 1 (eins) unserer östlichen Kultur. Die gesundheitlichen Schäden des Alkohols sind enorm und die Folgen sind sehr ernsthaft: Erkrankungen der Leber, des Magens, Nervenentzündungen, bleibende Gehirnschänden, Schäden auf seelischem Gebiet: z.B. Depressionen, die Enttäuschungen über sich selbst usw.

Das andere Problem der Jugendlichen ist Drogen. Mann nennt Drogen die weiße Pest unseres Jahrhunderts. Viele Süchtige leiden an AIDS und an dem Hepatits-B-Virus. Es gibt kein Heilmittel dagegen und man muss sich monatelang im Krankenhaus behandeln lassen.

Tabak ist bei den Jugendlichen wie Alkohol eine der verbreitesten Drogen. Viele Jugendliche wollen sich durch das Rauchen den Zugang zu bestimmten Gruppen verschaffen, sich einfach entspannen, zu den Erwachsenen gehören. Die Folgen des Rauchens sind katastrophal: besonders stark leidet unter Nikotin das Gedächtnis. Es gibt ein Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken usw. Man muss aber vor allem einen starken Willen haben, um sich selbst zu sagen: Schluss damit. In diesem Fall braucht man einen Menschen, dem man anvertrauen kann und der Drogen- oder Alkoholabhängigkeit loswerden hilft.

3. Zu dem wichtigsten Problem, meiner Meinung nach, gehört das Problem der Generationen. Die Beziehungen zwischen den Eltern und den Kindern waren in aller Zeiten aktuell. „Nein, wir waren ganz anders!“ rufen, empören sich, wundern sich die Menschen der älteren Generationen, unsere Omas und Opas. Wir hören oft: „Ihr seid leichtsinnig brutal, eigensinnig, arrogant verwöhnt, frech und eingebildet“. Und niemand kann leider diese Generationskonflikte lösen. Kommt Zeit, kommt Rat, lautet das Sprichwort und ich bin damit einverstanden.

Die Jugendlichen wachsen auf, heiraten und dann bricht der neue Konflikt aus …

Das Leben in unserem Jahrhundert ist nicht leicht. Auch schwere politische und wirtschaftliche Situation im Land bringt viele negative Seiten in unser Leben. Massenarbeitslosigkeit, kein Geld wirken zerstörend auf die Familie. Die Eltern können sich nur wenig, um ihre Kinder kümmern. Diese Laster sind gefährlich. Das geht jeden Jugendlichen und jede Familie an.

Aber was mich betrifft, so will ich folgendes sagen. Ich bin stolz, dass ich der Generation des 21. Jahrhunderts gehöre. Unsere Jugendlichen sind zielbewußt, großherzig, selbstkritisch, zuverlässig, tugendhaft, gutmütiger usw. Sie fahren Skateboards und Rollschuhen, laufen kurzgeschoren oder mit farbigen Strähnen herum. Aber es ist „in“ heutzutage. Jedes Ding hat zwei Seiten. Man kann die Jugendlichen nur dem Äußeren nach und nur negativ nicht beurteilen.


4. Ein zentrales Problem ist die Beziehungen in der Familie.

Das Verhältnis zur Familie, zu Freunden, Mitschülern und Lehrern wird immer wieder reflektiert. Wie erfahren, dass sich das Kind im Elternhaus oder in seinem Schulkollektiv nicht immer wohlfühlt. Hier werden erste bittere Erfahrungen gesammelt, besonders wenn die Familie durch Scheidung der Eltern auseinander fällt: „Mein traurigstes Erlebnis war die Scheidung meiner Eltern“. Die Erfahrung, dass das Leben auch Schläge und Verlust bereithält, hat nicht selten störenden Einfluss auf die Entwicklung der Verantwortungsbewußte, schöpferische, selbstbewußte Kinder fallen nicht vom Himmel, sie werden dazu erzogen.

Die Menschen bestimmen ihr Schicksal selbst. Manche Eltern machen täglich zusammen mit ihren Kindern nach dem Unterricht Schularbeiten (Hausaufgaben). Die Kinder blicken z.B. ihre Mutter nach jeder Frage unsicher an. Wenn das Kind keine richtige Antwort finden kann, sagt die Mutter das Ergebnis vor. Die Mutter erklärt, dass das Kind von klein auf unselbständig ist. Aber Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit Verantwortungsbewusstsein sind nicht biologisch im Kind angelegt. Sie entwickeln sich nicht spontan. Man muss diese Charaktereigenschaften im Kind erziehen. Alles ist mit den besten Absichten, aber meist mit schlimmen Folgen. Es ist immer wieder zu beobachten, dass sich die Kinder freier, aufgeschlossener, natürlicher verhalten, wenn niemand hinter ihnen sitzt. Man muss den Kindern zutrauen, man muss vertrauen. Das Kind hat ein Recht auf Misserfolge, es sind seine eigenen und niemand leidet darunter mehr als das Kind selbst.

  1. Lesen Sie und überschriften Sie den 1., den 2., den 3., den 4. Teile des Textes.

  1. Besprechen Sie folgende Punkte, gebrauchen Sie dabei folgende Redewendungen:

Meiner Meinung nach

Das stimmt (nicht)

Ich kann dieser Meinung (nicht) zustimmen …

Ich teile diese Meinung …

Ich sehe es ganz anders

Ich bin der Meinung, daß …

  1. Das Zusammenleben von Eltern und Kindern ist nicht immer konfliktlos.

  2. Jugendliche leiden unter dem unglücklichen Leben (dem Druck der Erwachsenen).

  3. Jugendlichen fühlen sich unsicher.

  4. Sie verdrängen ihre Probleme durch Alkohol, Drogen, Rauchen.

  5. Die Jugendlichen heute fühlen sich selber überinformiert und sich selbst überlassen.

3. Erzählen Sie den Text nach Ihrem Plan nach. Anregung zur Diskussion

  1. Warum rauchen, trinken oder nehmen eurer Meinung nach Jugendliche Drogen?

  2. Überlegt, mit welchen Maßnahmen Eltern, Freunde, die Schule oder der Gesetzgeber gegen einen sich ausdehnenden Konsum von Alltagsdrogen wie Alkohol und Nikotin, aber auch gegen weiche Drogen wie Haschisch vorgehen können.

  3. Plant ein Rollenspiel.

Auf einer Party betrinkt sich ein Schüler in kurzer Zeit mit Wodka. Als der Lehrer es bemerkt, ist es schon zu spät. Seine Klassenkameraden bringen ihn nach Hause. Wie reagieren am nächsten Tag: seine Eltern; seine Klassenkameraden; seine Klassenkammeradinnen; der Lehrer; seine Freundin?

Gibt es noch die Jugend?

Auch die Sozialpädagogen haben es immer schwerer mit „der“ Jugend – sie lässt sich nicht mehr auf einzelne Orte, Szenen oder Stile fixieren. Jede Clique ist anders, jede hat ihre eigenen Gewohnheiten. Und jede hat ihre eigenen Treffpunkte – und das sind nicht mehr nur Schule und Jugendhaus. Das Jugendhaus der 70er Jahre war ein Fluchtpunkt, wo man Ablösung und Abgrenzung demonstrieren konnte. Hier durfte die Musik laut und das Licht gedämpft sein, hier hatten die Erwachsenen nichts verloren, man trug lange Haare und hatte Schlaghosen und Rolling-Stones-T-Shirts an.


Eine Zeitlang beherrschten die Rocker die Szene, aggressiv in ihrem Auftreten, ruppig und immer mit einer Bierflasche in der Hand. Dann kam die große Gruppe ausländischen Jugendlicher, die aufgrund ihrer Situation zwischen zwei Kulturen wesentlich stärker auf Jugendeinrichtungen angewiesen waren und auch heute noch vielfach die Einrichtungen dominieren. Für sie übernahm und übernimmt das Jugendhaus die Funktion eines Flucht- und Schonraumes.

Und heute? Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen hat sich grundlegend verändert: Diskos gibt es für jeden Geschmack, in allen Lautstärken und für jede Altersstufe. Freizeit hat nichts mehr mit Bolzplatz oder Straßenfußball zu tun; Inline-Skater brauchen das entsprechende Outfit, Mountainbiker teures Gerät. Und Treffpunkte gibt es überall, wo man unter sich sein kann – kein Erwachsener käme auf die Idee zu stören.

In die Suche nach Erweiterung des eigenen Handlungsraumes, nach unkontrollierten Ecken und Nischen im Stadtteil wird das Jugendhaus einbezogen. Was sich in Gärten, auf leeren Grundstücken, aber auch in einer lebendigen Straßenöffentlichkeit abspielte – das für Kinder und Jugendliche so wichtige Loslösen von der Familie, die Aneignung von Räumen, das Leben in Szenen und Cliquen, das Ausprobieren von neuen Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen und Erwachsenen – geschieht heute immer noch auch im Jugendhaus.

Aber auf Grund der Tendenz zu immer stärker Individualisierung lässt sich Jugend heute immer weniger in homogene, den gesellschaftlichen Schichten entsprechende Gruppierungen einteilen. Es wird in der Praxis immer schwieriger zu sagen. Für welche der sich ständig verändernden Gruppierungen, Szenen und Cliquen welche Form von Jugendarbeit sinnvoll und richtig ist.

Ulrich Deinet, Sozialpädagoge und Jugendforscher: „Ein immer größer werdender Teil der Jugendlichen ist nicht mehr bereit, sich auf pädagogisch vorgeformte Situationen einzulassen, sondern bewegt sich relativ ungebunden im ständig expandierenden Konsummarkt und ist für die Jugendarbeit nur schwer erreichbar. Demgegenüber stehen Gruppen von vielen ausländischen Jugendlichen, die auf Grund ihrer sozialen Situation auf Angebote der Jugendhäuser angewiesen sind“.

Kinder und Jugendliche benutzen Jugendhäuser oft lediglich als „Streifenräume“ (Deinet). Sie interessieren sich wenig für die pädagogischen Angebote und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern mehr für die „Features“, die Möglichkeiten für Fun und Action, die ein Haus bietet.

Wer auf diesem Markt noch seine „Kunden“ erreichen möchte, muss sehr unterschiedliche und vielfältige Angebote machen: Das Spektrum reicht heute vom halbkommerziell geführten Jugendcafé ohne pädagogische Einflussnahme bis hin zur intensiven sozialpädagogischen Arbeit und der Beratung einzelner Jugendlicher mit Problemen und Konflikten.

Der Strukturwandel der Jugend und die dadurch ausgelösten sozialpädagogischen Diskussionen haben deutlich gemacht, dass es keine allgemeinen Konzepte für die Jugendarbeit mehr geben kann. Ulrich Deinet rät allen Praktikern, Angebote genau so auszudifferenzieren, wie sich Kindheit und Jugend heute gestalten. Er bezeichnet es als Fortschritt, wenn man nicht mehr nur von der Kindheit oder der Jugend spricht, sondern einzelne Zielgruppen erkennt und entsprechende Angebote schafft.

„Konzeptionelle Differenzierung“ lautet der Fachausdruck. Auch die Schule kommt als Raum für Jugendarbeit in Frage, wenn sich von Kindern und Jugendlichen aneignen, verändern und nutzen lässt.

Beantworten Sie die Fragen zum Text:

  1. Was war das Jugendhaus der 70er Jahre für die Jugendlichen? Was ist es heute geworden?

  2. Welche Veränderungen erlebte die Jugend in den letzten 30 Jahren?

  3. Kann man mit verschiedenen Gruppen und Cliquen die gleiche sozialpädagogische Arbeit führen?

  4. Was kann ein Jugendhaus den Jugendlichen von heute bieten?

  5. Was versteht der Autor unter der „konzeptuellen Differenzierung“?

  6. Welche Angebote hat die Jugend von heute? Was wird vorgezogen?

  7. Braucht die Jugend heute dasselbe, was sie vor etwa 20 Jahren gebraucht hat?

  8. Was können die Mitarbeiter der Jugendhäuser den Jugendlichen anbieten?



Übungen

  1. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Beachten Sie dabei die Bedeutungen des Verbs „lassen“:

Die Jugend lässt sich nicht mehr auf einzelne Orte, Szenen oder Stile fixieren.

  1. Aber auf Grund der Tendenz zu immer stärker Individualisierung lässt sich Jugend heute immer weniger in homogene, den gesellschaftlichen Schichten entsprechende Gruppierungen einteilen.

  2. Auch die Schule kommt als Raum für Jugendarbeit in Frage, wenn sie sich von Kindern und Jugendlichen aneignen, verändern und nutzen lässt.

  3. Ich ließ mir ein neues Kostüm räumen.

  4. Der Vorsitzende ließ den Saal räumen.

  5. Lass sie in Ruhe, sie braucht Liebe und Zärtlichkeit.

  6. Lass mich! Ich will nicht mehr auf dich hören!

  7. Die Katze lässt das Mausen nicht.

  1. Finden Sie im Text alle Neologismen, bestimmen Sie, aus welchen Sprachen sie in die deutsche Sprache gekommen sind:

  1. Bestimmen Sie die Deklinationsart der Adjektive in folgenden Sätzen:

In die Suche nach Erweiterung des eigenen Handlungsraumes, nach unkontrollierten Ecken und Nischen im Stadtteil wird auch das Jugendhaus einbezogen. Was sich in Gärten, auf leeren Grundstücken, aber auch in einer lebendigen Straßenöffentlichkeit abspielte – das für Kinder und Jugendliche so wichtige Loslösen von der Familie, die Aneignung von Räumen, das Leben in Szenen und Cliquen, das Ausprobieren von neuen Verhaltensweisen und die Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen und Erwachsenen – geschieht heute immer noch auch im Jugendhaus.

Aber auf Grund der Tendenz zu immer stärker Individualisierung lässt sich Jugend heute immer weniger in homogene, den gesellschaftlichen Schichten entsprechende Gruppierungen einteilen. Es wird in der Praxis immer schwieriger zu sagen, für welche der sich ständig verändernden Gruppierungen, Szenen und Cliquen welche Form von Jugendarbeit sinnvoll und richtig ist.

  1. Bilden Sie Sätze mit substantivierten Adjektiven und Partizipien. Wählen Sie dabei den bestimmten oder den unbestimmten Artikel:

  1. (deutsch) ist (bekannt) von ihr.

  2. (reisend) bittet (angestellt) um Auskunft.

  3. (krank) wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

  4. Zuerst sprach (gelehrt), dann (geistlich).

  5. (vorsitzend) erteilt (delegiert) das Wort.

  6. (angeklagt) wurde vom Gericht freigesprochen.

  7. Es meldete sich (freiwillig).

  8. (blind) wird von einem Hund geführt.

  1. Gebrauchen Sie das passende Suffix – „-lich“ oder „-ig“:

  1. Die Vorlesung findet vierzehntäg… statt.

  2. Er hat gestern eine vierzehntäg… Reise angetreten.

  3. Der Bus verkehrt auf dieser Strecke halbstünd…

  4. Nach einer halbstünd… Busfahrt kamen wir an unserem Ausflugsziel an.

  5. Unsere Nachbarin sucht eine halbtä… Haushaltshilfe.

  6. Das Theater ist täg… ausverkauft.

  7. Der Film über die Naturkatastrophen ist zweistünd…

  8. Nehmen Sie von der Medizin zweistünd… einen Teelöffel.

  1. Setzen Sie das Verb in der richtiger Form ein:

  1. Mein Prüfungstermin ist auf den 15. Mai (festsetzen) worden.

  2. Ich habe mich bei dem Gespräch der beiden (langweilen).

  3. Gestern abend habe ich bei meiner Freundin (fernsehen).

  4. Wir haben heute sehr spät (frühstücken).

  5. Ich hoffe, sie hat mir meine Worte nicht (übernehmen)

  6. Der Abschied von den Freunden ist mir sehr (schwerfallen)

  7. Das Erlebnis hat mich den ganzen Tag nicht mehr (loslassen)

  8. Er hat ihr angeboten, sie mit dem Auto (heimbringen).

  1. Wählen Sie das passende Synonym: