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Добавлен: 29.08.2025
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СОДЕРЖАНИЕ
Lehrerberuf. Schule. Moderne Schulmodele Thema: «Mein Schulpraktikum»
Lehrer und Erzieher Unsere Lieblingslehrer: Wie sind sie?
Moderne Schulmodelle Ein Blick auf Summerhill
Sollte das modell „summerhill“ an allen schulen eingeführt werden?
Gesamtwerk Mensch Alltag an einer Waldorfschule in Hamburg
Fragen zum Überlegen und zur Diskussion
Mensch. Familie. Gesellschaft. Die Beziehungen in der Familie
Probleme der Jugend in der modernen Gesellschaft
4. Ein zentrales Problem ist die Beziehungen in der Familie.
3. Erzählen Sie den Text nach Ihrem Plan nach. Anregung zur Diskussion
Geld regiert die Welt? (Umfrage)
Frau in der modernen Gesellschaft
Frau in der modernen Gesellschaft
Lesen Sie den Text und äußern Sie sich über das Gelesene! Zwischen Kind und Karriere
Sitten und Bräuche. Feste und Feier Themengebundener Wortschatz
Übungsteil zum Text „Karneval“
2. Wie feiert man Ostern in Ihrer Familie. Massenmedien: Presse, Hörfunk und Fernsehen,
II.Übungen zum Aneignen des Wortschatzes
7. Beantworten Sie folgende Fragen, gebrauchen Sie dabei die unten angegebenen Wörter.
12. Übersetzen Sie ins Deutsche.
III. Einiges aus der Geschichte der Massenmedien
Einiges aus der Geschichte der Massenmedien
2. Finden Sie im Text Informationen zu folgenden Daten.
Westdeutsche Allgemeine Zeitung ….. T ……………. Essen
Einige Fernsehprogramme im deutschen Fernsehen
2. Finden Sie im Text alle Passivkonstruktionen und analysieren Sie ihre Zeitformen.
4. Bestimmen Sie, ob folgende Sätze dem Inhalt des Textes entsprechen.
5. Beantworten Sie folgende Fragen.
7. Erzählen Sie über die Massenmedien Deutschlands und Weißrusslands nach folgender Gliederung.
Thema „Die deutschsprachigen Länder“
3. Setzen Sie die in Klammern stehenden geographischen Namen in den richtigen Kasus.
4. Setzen Sie, wenn es nötig ist, den bestimmten Artikel im richtigen Fall ein.
7. Finden Sie unter dem Strich das passende Wort.
II. Die geographische Lage und Landschaften
1. Informieren sie sich über die Landesnatur Deutschlands. Geographische Lage
2. Bestimmen Sie das Geschlecht der Substantive und nennen Sie ihre Pluralformen.
7. Bilden Sie Sätze mit folgenden Wörtern und Wortverbindungen.
8. Übersetzen Sie ins Deutsche.
9. Erzählen Sie über Deutschland nach dem folgenden Plan.
III. Die deutsche Sprache und die Nationalsymbole
1. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Die deutsche Sprache
6. Beantworten Sie die Fragen zum Text.
8. Referieren Sie in Deutsch. Из истории немецкого языка
1. Sprechen Sie folgende Wörter dem Lektor nach.
2. Informieren Sie sich über die deutschen Nationalsymbole. Deutsche Nationalsymbole
8. Antworten Sie auf die Fragen.
9. Nennen Sie folgende Wörter und Wortverbindungen auf Deutsch. Bilden Sie damit Sätze.
6. Bestimmen Sie das Geschlecht folgender Substantive und nennen Sie Ihre Pluralformen.
7. Bilden Sie passende Wortverbindungen.
8. Setzen Sie passende Präpositionen ein.
10. Sagen Sie, ob es falsch oder richtig ist.
2. Setzen Sie die Endungen ein.
3. Berichten Sie über die Industrie in Deutschland. Gebrauchen Sie dabei die folgenden Fragen.
4. Übersetzen Sie ins Deutsche.
VII. Die deutschen Bundesländer
1. Informieren Sie sich. Die Länder der brd
9. Setzen Sie passende Präpositionen ein.
10. Antworten Sie auf die Fragen zum Text.
13. Sagen Sie: um welchen Ort handelt es sich? Gebrauchen Sie die Wörter unter dem Strich.
14. Wählen Sie sich aus dem Text ein Bundesland und erzählen Sie davon.
12. Referieren Sie in Deutsch.
13. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Russische. Bestimmen Sie die Art der Nebensätze darin.
14. Übersetzen Sie ins Deutsche.
15. Prüfen Sie sich. Machen Sie den Test.
1. Informieren Sie sich über eines der deutschsprachigen Länder – Österreich. Österreich
3. Sagen Sie, ob das richtig oder falsch ist.
4. Bilden Sie zu jedem Text Fragen. Lassen Sie Ihre Kommilitonen Ihre Fragen beantworten.
5. Erzählen Sie, was Sie über diese zwei Länder erfahren haben.
6. Prüfen Sie sich. Machen Sie den Test.
8. Sprechanlässe zum Thema „Die deutschsprachigen Länder“
Belarus das land, wo ich zu hause bin die geschichte von belarus
2. Antworten Sie auf die Fragen zum Text:
3. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Die republik belrus geographischer überblick
Das politische system von belarus Die Verfassung der Republik Belarus
15. Lesen Sie den Text, finden Sie passende Äquialente zu den angegebenen Wörtern.
16. Beantworten Sie die Fragen zum Text.
17. Lesen Sie den Text, finden Sie passende Äquialente zu den angegebenen Wörtern.
18. Beantworten Sie die Fragen zum Text.
Texte zum lesen, übersetzen und nacherzählen Das minsk von heute
7. Welche Geistlichen kennen Sie? Definieren Sie richtig.
3. Finden Sie im Text passende Informationen zu folgenden Daten- und Zahlangaben.
4. Beantworten Sie folgende Fragen.
III. Kirchen in Deutschland und Weißrussland
6. Erzählen Sie über die Kirche in Deutschland und Weißrussland nach folgender Gliederung.
Lesen Sie den Text und äußern Sie sich über das Gelesene! Zwischen Kind und Karriere
Familien in Deutschland sehen sich tief greifenden gesellschaftlichen Veränderungen gegenüber. Neue Lebens- und Beziehungsformen, der Wandel der Arbeitswelt und allerlei Hemmnisse von mangelnder Kinderbetreuung bis zu fehlenden finanziellen Ressourcen führen dazu, dass immer weniger junge Menschen sich den Wunsch nach einer eigenen Familie erfüllen. Familien sein in Deutschland heißt auch heute noch in den meisten Fällen: die Mutter kümmert sich um Haushalt und Kinder, der Vater sorgt fürs Geld zum Leben. Doch der „Mythos Mutter“ bröckelt, Frauen – selbstbewußt und hervorragend ausgebildet – wollen beides: Kind und Karriere; Männer – geprägt vom „Balancig“, dem Ausgleich zwischen Beruf und Privatem – verbringen immer mehr Zeit mit dem Nachwuchs.
Die Politik hat auch ihr Herz für die Familie entdeckt. Familienpolitik ist wieder ein Thema, in der Politik wie in den Medien „Zurück zur Familie“, „Abenteuer Kind“, „Cabrio statt Kinderkarriere“ getitelt wird.
Der Generationsvertrag, die Verantwortung der Jungen für die Alten und Schwachen funktioniert nicht mehr. Dieses Konzept steht auf der Kippe. Der Grund: Es fehlen die Kinder. Wie in den meisten modernen Gesellschaften geht auch in Deutschland die Schere zwischen Sterbefällen und Geburten auseinander. Die deutsche Bevölkerung schrumpft. Noch 1997 waren 21,5% der deutschen Bevölkerung unter 20 Jahren alt, fast ebenso viele waren 60 und älter. Im Jahre 2050 dürfte der Anteil der Unter- Zwanzigjährigen auf 15% gesunken und der Alten auf 38 bis 40 gestiegen sein.
Es steht fest, dass Kinder Geld kosten.
Die Aufwendungen betragen bei einem Ehepaar mit einem Kind bis zum 18. Lebensjahr mehr als 500.000 Euro. Etwa ein Drittel davon trägt der Staat. Zwar zahlen Kinderlose höhere Steuern.
Der Staat ergreift Maßnamen, die kinderreichen Familien zu unterstützen. Die Bundesfamilienministerin sagt, dass sie auf dem richtigen Weg sind.
Die Zahl derer, die Familie als sehr wichtig einstufen, liegt bei rund 80%. Heutzutage lassen etwa 430.000 Paare trauen. Aber die Zahl der Paare, die ohne Ehering zusammenleben, steigt Jahr für Jahr an. Ebenso die Zahl der Scheidungen. Jede dritte Ehe wird früher oder später getrennt. Ebenso wird nicht jeder Kinderwunsch in die Tat umgesetzt. Ein wichtiger Grund: Immer weniger Frauen möchten auf ihren Beruf verzichten um sich den Kindertraum zu erfüllen. Fest steht: Die Zukunft der Familie ist unmittelbar mit der Zukunft der Arbeit verknüpft. Nur wer die zeitlichen und finanziellen Ressourcen hat, um Beruf und Baby miteinander zu vereinbaren, wird sich nicht für das eine oder das andere entscheiden. Die Politik muss hierauf Antworten finden, die Frauen und Männern eine individuelle Lebensplanung ermöglichen – und den Raum bieten für die Beschäftigung mit Kindern. Aber unbestreitbar ist: Bei der Arbeit kann dich eigentlich immer jemand ersetzen. Nur bei den Kindern, da hast du das Gefühl, dass du wirklich gebraucht wirst.
Aus: „Deutschland“, 1999
Veranstalten Sie eine Diskussion auf Grund der im Text behandelten Themen: „Frauenkarriere“, „Die Gründe der Scheidungen“, „Eine ideale Familie“, „Ihre eigene Familie“. Verwenden Sie folgendes Sprachmaterial:
vielleicht, zweifellos, hoffentlich, selbstverständlich, natürlich, sicher;
Ich zweifle daran, dass …;
Ich bin (nicht) sicher …;
Ich stimme seiner Ansicht nicht zu, …;
Ich teile nicht solchen Standpunkt, dass …;
Es scheint mir fraglich, ob …;
Es ist ganz sicher, dass …;
Ich bin davon überzeugt, dass …;
Ich stimme ihr zu, …;
Das muss ich akzeptieren, …
Sitten und Bräuche. Feste und Feier Themengebundener Wortschatz
Brauch m -(e)s, Bräuche: ein Fest nach altem Brauch, nach Sitte und Brauch feiern; das ist (hier, bei uns) Brauch, ist außer Brauch gekommen; alte Bräuche (wieder) beleben; es ist (ein) alter, ein neuer Brauch, dass...
Fest n -es, -e: ein großes, frohes, herrliches Fest; die beweglichen Feste (Ostern usw.); die unbeweglichen Feste (Weihnachten usw.) //
Frohes Fest! (Gruß- und Wunschformel); ein Fest feiern, begehen, geben, veranstalten, abhalten; an einem Fest teilnehmen; zu einem Fest gehen, (ein)geladen sein, werden; das ist mir ein Fest, war mir ein Fest! (umg; Vergnügen)
Feier f =, -n: eine stille, würdige, ernste, erhebende, prunkvolle Feier; eine Feier zum Jahrestag der Republik // eine Feier veranstalten, abhalten, mitmachen; an einer Feier teilnehmen; zu einer Feier gehen, (ein)geladen sein, werden; in einer Feier geehrt, ausgezeichnet werden; bei/auf einer Feier die Festrede halten; die Feier deines Geburtstages, an/zu deinem Geburtstag hat mir gut gefallen, war sehr nett (umg), schön
Sitte f =, -n: 1.(Herkommen, Gewohnheit) eine alte, althergebrachte Sitte; Sitte und Brauch; die Sitten (und Gebräuche) eines Volkes // das ist hierzulande Sitte; es ist hier so, nicht Sitte; jedes Volk hat seine Sitten; die alten Sitten achten, ehren; mit den alten Sitten brechen
2.(Gesittung, Benehmen) gute, edle, gepflegte, feine, verfeinerte Sitten; Sitten beobachten, innehalten, pflegen; Andere Länder, andere Sitten
Ostern das/die (Mz) 1. (Fest) vorige(s), diese(s), nächste(s), kommende(s), künftige(s) Ostern; weiße Ostern (mit Schnee); Ostern vorm (umg), vor einem Jahr // frohe, fröhliche Ostern! Ostern fällt diesmal spät, zeitig; diesmal haben wir zeitige, frühe Ostern / ein zeitiges, frühes Ostern; Ostern steht vor der Tür; wir haben Ostern sehr still verlebt, fahren zu Ostern nach Weimar; ich habe ihn kurz, bald nach Ostern getroffen; bis (zu) Ostern musst du noch warten;
Osterbräuche; Ostereier und Osterhasen schenken; Osterwasser holen, Osterfeuer entzünden.
Christus ist auferstanden! — Er ist wahrhaftig
auferstanden!
2. (übertr.) das trifft ein, wenn Ostern und Pfingsten auf einen Tag fallen (umg, trifft niemals ein).
Ostern, das (Ostergeschenk(e)) ich habe dieses Jahr ein schönes Ostern (umg) bekommen; wie ist dein Ostern (umg) ausgefallen?
Weihnachten, das/die (Mz):(Fest) nächste(s), kommende(s), künftige(s)
Weihnachten;
grüne Weihnachten (ohne Schnee);
frohe(s), fröhliche(s), gesegnete(s) Weihnachten!
steht vor der Tür (es ist bald Weihnachten);
Weihnachten fällt dieses Jahr auf einen Sonntag;
voriges, das vorige Weihnachten war/vorige Weih-
nachten waren viel schöner;
was werde ich diese(s) Weihnachten bekommen?
wir feiern Weihnachten zu Hause, unterwegs;
wir haben stille Weihnachten/ein stilles Weihnachten
gefeiert, Weihnachten sehr still verbracht;
es war gegen, um, (noch) vor Weihnachten, als...;
ich habe ihn kurz, bald nach Weihnachten getroffen;
wir hatten zu Weihnachten Stollen gebacken, eine Gans gebraten; (zu) Weihnachten fahre ich ins Erzgebirge; ich schenke ihm zu Weihnachten ein Buch, einen neuen Anzug;
der Weihnachtsbaum; der Weihnachtsmann; die Weihnachtsspeise(-n); der Weihnachtsmarkt, ein Weihnachtsmarkt findet statt
Lesen Sie den Text und geben Sie den Inhalt wieder!
Feiertage in Deutschland
Es gibt viele Feiertage in Deutschland. Zu den schönsten gehören Weihnachten, Neujahr und Ostern.
Weihnachten feiert man am 25. Und 26. Dezember. Das Wichtigste des Festes ist die Nacht vom 24. zum 25. Dezember – der Heiligabend. An diesem Tag sind alle Theater, Kinos und Restaurants geschlossen. Der Abend wird im engen Familienkreis gefeiert. Die Kerzen am geschmückten Weihnachtsbaum werden angezündet, Geschenke für jedes Familienmitglied liegen unter ihm. Traditionelle Weihnachtsspeisen sind Gans, Stollen, Lebkuchen, Gebäck. In den Großstädten wird im Laufe von einem ganzen Monat ein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Da es Brauch ist, allen Bekannten und Verwandten zum Fest Geschenke zu schicken, werden die Weihnachtsglückwünsche sehr oft mit Neujahrsglückwünschen vereinigt.
Neujahr feiert man gewöhnlich außer Haus. Vom Morgen bis zum Abend knallen Knallbonbons. Genau um Mitternacht läuten die Glocken. Wenn man Gläser erhebt, sagt man zu einander „Glückliches Neues Jahr“. Traditionelle Neujahrsspeisen und Getränke sind Karpfen, Pfannkuchen, Punsch. Im Februar oder März wird das traditionelle Volksfest Fasching als Karneval veranstaltet. Es werden Narrenzüge, Karnevale, Maskenbälle und Tänze veranstaltet.
Besonders lustig geht es an den 3 Tagen zu, die dem Fasten vorangehen, Sonntag, Montag und Dienstag. Im März oder April wird Ostern gefeiert. Zu den traditionellen Attributen des Festes gehören: gefärbte Eier, Osterhase. Laut Überlieferung legt der Hase an diesem Tag, einmal im Jahr gefärbte Eier, nach denen Kinder im Garten, im Walde während des Spazierganges suchen.
Andere Familienfeste sind der Geburtstag, die Konfirmation, die Verlobung und Hochzeit.
Als letztes der großen Kirchenfeste steht Pfingsten im Kalender. Der Name Pfingsten leitet sich vom griechischen Wort hemera ab und bedeutet der 50. Tag. In der Tat wird Pfingsten immer am 50. Tag nach Ostern gefeiert. Es gehört zu den beweglichen Festen. Die liturgische Farbe der Pfingsten ist Rot als Farbe des Feuers. Zum Pfingstfest gehört auch das Symbol der Taube. In den Evangelien wird davon berichtet, dass nach der Taufe Jesus der Geist Gottes wie eine Taube herabschwebte. Deshalb wurde die Taube zu einem Zeichen für Pfingsten.
Karneval
Karneval bezeichnet die vielen verschiedenen Festivitäten, die vor der österlichen Fastenzeit stattfinden. Im Karneval wird dem grauen Alltag Farbe verliehen: Kinder wie Erwachsene verkleiden sich, gehen zu Karnevalsumzügen oder Kostümfesten und denken so wenig wie möglich an Schule, Arbeit und andere unangenehme Dinge.
Karneval wird in ganz Deutschland gefeiert, die größten Veranstaltungen finden in den vorherrschend katholischen Gebieten wie dem Rheinland und Süddeutschland statt. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands feiert man dieses Fest. Nur gibt man dort dem Fest einen anderen Namen. Dort heißt es „Fastnacht“ oder „Fasching“. Wie bei so vielen deutschen Traditionen heben sich die Gebräuche in den einzelnen Regionen deutlich voneinander ab. Der Brauch, Karneval oder Fastnacht zu feiern ist sehr alt. Schon im 13. Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge, und ein Karnevalskönig wurde gewählt. Karneval ist eine Zeit, um einmal richtig lustig zu sein.
In der Regel werden zwei Erklärungen für die Herkunft des Worts Karneval gegeben. Nach der einen ist es aus den lateinischen Wörtern „carne“ (Fleisch) und „levare“ (wegstellen, wegtun) entstanden und spielt damit auf die dem Karneval folgende Fastenzeit an. Der anderen Erklärung nach ist das Wort Karneval aus den Wörtern „carrus navalis“ (Schiffswagen) hervorgegangen. Demnach wurde es sich auf die Frühlingsfeste beziehen, die zu Zeiten der Römer im Rheinland abgehalten wurden, um das Stapellassen neuer Schiffe zu feiern. Noch heute sind Karnevalswagen oft wie ein Schiff dekoriert.
In Süddeutschland aber auch in der Schweiz in Österreich, heißt der Karneval „Fas(t)nacht“. Oft sieht man in der Fastnachtszeit Menschen mit Masken durch die Straßen ziehen. Diese Masken sollen Angst machen. Auch Hexen mit ihren Besen kann man sehen. Manche der Gestalten tragen auch Glocken oder Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen. Dieser Brauch ist schon sehr alt. Früher wollte man damit den Winter vertreiben. Die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, sollten verscheucht werden. Und die guten Geister, die den Frühling bringen, sollten geweckt werden. Heute glauben nicht mehr viele Menschen daran. Aber es ist ein alter Brauch, und den Menschen macht es Spaß, dabei mitzunehmen.
Im Rheinland wird der Karneval anders gefeiert. Vieles erinnert dort an die Zeit von 1823. Der Krieg gegen die Franzosen war gerade vorbei, und in Köln fand wieder der erste Karnevalsumzug statt. So haben auch heute noch viele Menschen die Kleider an, die man damals getragen hat. Soldatenkleider und schöne Kostüme.
Heute bezeichnen Fasching, Fastnacht, Karneval eine Zeit fröhlicher Ausgelassenheit (unbegrenzter Lebenslust), närrischen Treibens.
Karneval wird jeweils vom 11.11 bis zum Aschermittwoch des folgenden Jahres gefeiert. Dann beginnt die 40tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest. Da die Karnevalszeit sich über mehrere Monate erstreckt, nennt man sie oft auch die „fünfte“ Jahreszeit. Zum traditionellen Faschingsprogramm gehören vor allem Karnevalssitzungen („Narrensitzungen“), Kostümfeste (Maskenfeste, Maskenbälle) und Festzüge (Karnevalszüge). Schon am 11.11. beginnt die Zeit des Karnevals mit lustigen Festen in großen Häusern, sogenannte „Sitzungen“. Warum gerade am 11. November? Weil an diesem Tag früher viele Jahrhunderte lang Abschluß eines Erntejahres und besonders Weinerntefeste gefeiert wurden. Durch eine närrische Tradition beherrscht die Ziffer „11“ den Anfang des Faschings hundertprozentig, denn er beginnt am 11.11. um 11.11 Uhr. Die sogenannten „Elferräte“ (aus elf Personen bestehende Räte für den Karneval) sorgen für zahlreiche närrische Veranstaltungen. Zu den Karnevalssitzungen geht man verkleidet. Während der „närrischen“ Zeit regiert symbolisch das sogenannte Dreigestirn. Das Dreigestirn besteht aus Prinzen, Bauern und Jungfrau. (Der Prinz repräsentiert die Machthabenden der Stadt, der Bauer die Handwerker und Zünfte, und die Jungfrau ist die Patronin der Stadt Köln). Das Dreigestirn wird jedes Jahr neu bestimmt. Es trägt prächtige Uniformen und besteht aus drei Männern.
Die wichtigsten Tage in der Karnevalszeit sind Weiberfastnacht und Rosenmontag. Die Daten, an denen sie gefeiert werden, sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich, da ihre Festlegung von Ostern abhängig ist, einem beweglichen Fest. Weiberfastnacht feiert man am Donnerstag und Rosenmontag am Montag vorm Faschingsdienstag.
Da im Karneval nichts sein soll wie sonst, haben an Weiberfastnacht die Frauen die Fäden in der Hand. In Städten entlang des Rheins wie z.B. Köln wird das Rathaus symbolisch von den Frauen gestürmt und der Bürgermeister überreicht ihnen den Stadtschlüssel als Zeichen seiner Machtaufgabe. Zur Weiberfastnacht müssen männliche Vorgesetzte, die Anweisungen geben wollen, damit rechnen, dass sie von ihren weiblichen Untergebenen ignoriert werden und statt produktiver Arbeit einen Kuss oder eine Süßigkeit bekommen Männern, die unvorsichtig genug sind, nicht in Verkleidung sondern im Anzug am Arbeitsplatz zu erscheinen, kann es passieren, dass ihnen von den Frauen der Schlips abgeschnitten wird.
Rosenmontag ist der Tag, an dem die großen Karnevalsumzüge veranstaltet werden. Die größten und bekanntesten Umzüge finden in Köln, Düsseldorf und Mainz statt. Die Umzüge bestehen aus großen, bunt dekorierten Karnevalswagen, riesigen Puppen (meist Karikaturen bekannter Politiker), Gruppen von Clowns, Bands, Kapellen, tanzenden Funkemariechen und kostümierten Corps. Wenn die Prozession an den (ebenfalls verkleideten) Zuschauern vorbeifährt, werfen die Leute auf den Wagen Bonbons und Schokolade in die Menge.
Als Fastnachtsmetropole gilt auch Köln. Diese lustigen Tage sind jedem bekannt. Richtig los geht es zur Walpurgisnacht am Donnerstag vor Aschermittwoch. Da erkennt man seine immer so ernsten Kolleginnen und Nachbarinnen nicht mehr wieder. In manchen Orten beginnt die Walpurgisnacht mit Konzerten einiger Kappellen. Die Kinder kommen als Hexen und Teufelchen verkleidet. Gegen Abend zieht dann ein Fackelzug, von Musik begleitet, zu einer Bühne, wo es Musikalisches und Folkloristisches gibt. Um Mitternacht zieht die Maikönigin ein und vertreibt mit dem Lied den Winter. Nach einem großen Feuerwerk beginnt der Tanz. Die Walpurgisfeiern sind fast hundert Jahre alt. Ihre Ausgestaltung geht auf Sagen zurück, nicht aber auf altes Brauchtum. Jochannes Praetorium schrieb 1669 über den Brocken, den höchsten Berg des Harzes: Er ist berühmt durch Hexen, jährlich halten sie in der Walpurgisnacht auf den ersten Mai ihren Konvent.